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Spiel 4 gegen 4

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Warum 4 gegen 4?
Was wird trainiert?
Wiederholungen
Allgemeine Grundlagen
Was wird mit dem Torwart
Die Grundlagen des Spiels
Spielvarianten

Warum 4 gegen 4?

Die Art und Weise wie Kinder spielen hat sich entscheidend geändert. Sandkästen und Spielplätze, die freies Spiel mit eigenen Regeln erlaubten, wurden durch organisierte Sportveranstaltungen ersetzt, die wiederum von Erwachsene dirigiert werden. Erwachsene regeln demnach, wie nach ihrer Vorstellung Kinderfußball organisiert sein soll. Ein Nebenprodukt hiervon ist oft ein "Übertrainieren", sowie die Verschwendung von viel Geld und anderer Mittel in Trikots, Trainingsanzügen und anderer Ausrüstung. Es ist oft so, daß Trainer und Eltern viel zu sehr in das Spiel mit hineingezogen werden, "dem Spiel". Kindern das Fußballspiel beizubringen bedeutet, daß das, was man sie lehrt, ihrem Reifegrad entspricht und ihnen einleuchtet (dem Spiel). Die Umgebung des Spiels soll im Wesentlichen den Bedürfnissen der Spieler gerecht werden. Wird die Zahl der Spieler auf 4 pro Team reduziert, lernen die Kinder alle Komponenten des Großfeldspiels: den Ball, die Teamkameraden und Gegner, Druck und Gegendruck, Reiräume, Regeln, Angriff und Verteidigung und die Kombination von Spieldauer und Größe des Platzes.

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Was wird trainiert?

Realistische Fähigkeiten wie: Motorik, Gleichgewicht, Beweglichkeit und Koordination, Übersicht und Weitsicht, Versuch und Irrtum, mit einem Wort - Spiel!!!

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Wiederholungen

Dies sind vielleicht die wichtigsten Aspekte des langwierigen Prozesses, das Fußballspiel zu erlernen. Im Sandkasten erfährt man es ständig: keine Linien, nur Mitmachen, das ist alles! Die Kinder erkennen Situationen, die sich ständig wiederholen: Fähigkeiten, das Spiel zu spielen (Dribbling, Zuspiel, Torschuss u.v.m.), Entscheidungen treffen aus Auswahlen, die im Spiel auftreten.

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Allgemeine Grundlagen

Das Wichtigste bei Spielern 4 gegen 4 ist es, die Spieler in passender Umgebung zum Lernen zu motivieren. Je mehr Spaß die Kinder an der Teilnahme am Spiel haben, um so mehr wollen sie selber spielen. Während ihr Spieltrieb natürlich ist, muß ihre Freude am Fußballspiel gelernt werden. Spiele 4 gegen 4 bilden eine Grundlage zum Erreichen solcher Ziele, weil sie:

  • den Spielern oft erlauben, ihr Spielzeug, den Ball, zu treten;
  • viele Gelegenheiten bieten, Tore zu schießen;
  • Mut machen, den Ball nach Verlust zurück zu erobern. Sie merken, daß dies ein gewinnbringender Teil des Spiels ist;
  • die aktive Teilnahme am Spiel fördern und Langeweile und Lustlosigkeit minimieren;
  • eine gut organisierte Spielumgebung auf einem improvisierendem Spielfeld bereitstellen;
  • keine komplizierte Regeln wie Abseits beachten, die Kindern das Spiel verderben;
  • die Rolle des Trainers als Spielmacher unterstreichen;
  • das Fußballspiel für "Trainer-Anfänger" attraktiv machen, weil das Spiel relativ einfach ist

und daher:

  • wird es einfacher, Freiwillige als Trainer zu gewinnen,
  • und dem Spiel wird erlaubt, der Lehrer zu sein!

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Was wird mit dem Torwart?

Ein Torwart soll, so wie er sich beim Erwachsenenfußball darstellt, eine Kombination von Technik, Athletik und Entscheidungsfreude darstellen. In diesem Sinne gehört der Torwart nicht zum Spiel 4 gegen 4, weil:

  • Kinder zunächst das allgemeine Fußballspiel lernen sollen, bevor sie sich als Torwart spezialisieren. Dies ist schwierig, wenn sie sich zwischen den Torpfosten verstecken;
  • Zunächst sollen auch sie ein Gefühl für das Fußballspiel durch das Spiel entwickeln;
  • Torwarte müssen Feldspielerqualitäten haben. Dies gilt um so mehr, als Torwarte auf dem Großfeld durch Regeländerungen (Rückpaß) wie Feldspieler auftreten müssen.

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Die Grundlagen des Spiels

Die Größe des Spielfelds hängt vom Alter der Spieler ab. Sie kann zwischen 20 x 30 Meter und 25 x 40 Meter variieren. Die Tore sind 2,50 Meter breit.

Die eigene Mannschaft in Ballbesitz kann

  • den Spielaufbau lernen bei Benutzung des gesamten Spielfeldes;
  • lernt taktisches Mannschaftsverhalten durch bilden einer karo-förmigen Grundaufstellung der 4 Spieler;
  • erkämpft ständig Torchancen durch Einzelleistung oder Kombinationsspiel.

Die gegnerische Mannschaft in Ballbesitz

  • das wichtigste Ziel ist, hinter den Ball zu kommen, um Gegentore zu verhindern;
  • grundlegende Prinzipien des Defensivspiels werden trainiert, weil es keinen Libero oder Torwart gibt.

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Spielvarianten

Die nachfolgenden Spielvarianten im 4 gegen 4 sollten je nach Spielstärke der Mannschaft eingesetzt werden. Dabei ist zu beachten, daß die Aufgaben immer einfach und übersichtlich gehalten werden um den Grundsatz des freudvollen Spiels gerecht zu werden.

Variante 1: Die Grundform des Spiels

Die Größe des Spielfelds hängt vom Alter der Spieler ab. Sie kann zwischen 20x30 Meter und 25x40 Meter variieren.

Variante 2: Seitenauslinienßußball

Jede Mannschaft greift eine ganze Seitenauslinie an und verteidigt die gegenüberliegende. Tore werden durch dribbeln (!!) des Balles über die gegnerische Auslinie erzielt. Das breitere und kürzere Spielfeld erlaubt gutes taktisches Training und unterstützt Zweikampfsituationen.
Die Spieler lernen die Spielsituation einzuschätzen, welches Risiko wann eingegangen werden kann.
Variante:

  • Rugby mit der Hand (dabei ist es vorteilhafter über die Länge des Spielfeldes zu spielen);
  • Anzahl der Ballberührungen vorgeben;
  • Rugby mit dem Fuß, weite Pässe sind verboten.

Variante 3: Das Dribbelspiel

Das Spielfeld ist wie bei Variante 2 breit und kurz. Tore werden auf zwei Arten erzielt: Der Ball wird durch die Tore geschossen oder auf (!) der Linie gestoppt.
Die Entscheidungsfindung wird durch die Vielzahl von Optionen trainiert (dribbeln, Abspiel, Torschuß, Richtungsänderung).

  • Variation in Spielrichtung und -tempo durch die Spielfeldform und die Zahl der Tore (z.B. die Tore diagonal aufstellen oder 6 Hütchentore verwenden).

Variante 4: Das Zuspiel-Spiel

Weil das Spielfeld nun länger als breit ist, wird der Wert auf das frühe Zuspiel nach vorne gelegt, z.B. um einem Spieler zuzuspielen, der aus der Sturmspitze zurückkehrt mit einem Verteidiger auf den Fersen oder einen Steilpaß zu einem stürmenden Mittelfeldspieler zu spielen. Tore werden erzielt durch Schießen des Balles durch die Tore sowie durch Stoppen auf der Torlinie.
Das Spiel trainiert Spielübersicht, Spielverlagerung, Spieltempo und genaues Lang- und Kurzpaßspiel.

Variante 5: Der kräftige Torschuß

In dieser Variante wird Wert auf "aufs Tor schießen" und "Tore erzielen" gelegt. Weil das Spielfeld breiter als lang ist, sollten die Spieler ermutigt werden aus möglichst jeder Situation direkt aufs Tor zu schießen.
Variante:

  • Jeder Spieler darf auf das Tor schießen;
  • Nur ein vorher bestimmter Spieler darft Tore schießen (diesen Spieler öfters wechseln);
  • Man kann bei beiden Toren Treffer erzielen.

Variante 6: Schnelle Wechsel

Während die eine Mannschaft auf das große Tor spielt, spielt die Andere auf die zwei kleinen. Wird ein Treffer in eines der zwei kleinen Tore erzielt, werden die Seiten gewechselt.
Die Spieler üben den schnellen Wechsel von Spielsituationen. Durch den häufigen Seitenwechsel entsteht eine häufig grundlegende Änderung der Spielsituation.

Variante 7: Im Anstoßkreis

Spiel im Anstoßkreis. Ziel ist es, den Ball auf der Mittellinie zu stoppen.

Variante 8: Durch den Anstoßkreis

Die zwei Mannschaften stellen sich rund um den Anstoßkreis auf. Pässe durch den Anstoßkreis ergeben einen Punkt.
Die Spieler üben dabei das Anbieten und Freilaufen.
Variation:

  • Der Ball darf beim Paß den Boden im Anstoßkreis nicht berühren.

 

 

 

 

 

verfasst von fc pukersdorf

 


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